Diese 2 Zahlen sollten Daimler-Aktionäre kennen

29.04.2017 | Artikel über Daimler (DE0007100000) von Spekulatius

Zusammenfassung

  • Trotz Gewinnanstieg ist Aktienkurs seitwärts gelaufen
  • KGV inzwischen unter 10
  • Wachstumsmarkt China zieht weiterhin

Einschätzung

Aktie kaufen als langfristige Idee

Die Geschäftszahlen von Daimler (WKN:710000) sahen in den letzten Jahren sehr gut aus. Umsatz und Gewinn sind praktisch im Gleichschritt mit dem Fahrzeugabsatz gestiegen. Im ersten Quartal des aktuellen Jahres hat das Unternehmen zudem alle Erwartungen übertroffen und einen wahren Gewinnsprung hingelegt. Trotzdem hat sich die Aktie in den letzten Jahren kaum bewegt.

Vielleicht ist ja nun die Zeit gekommen die Aktie zu kaufen? Hier sind zwei Zahlen, die dir bei der Entscheidung weiterhelfen können.

Chinesischer Markt trägt knapp ein Drittel zum Fahrzeugabsatz bei

Das erste Quartal Verlief, wie bei der deutschen Konkurrenz auch, sehr gut. Der Umsatz ist beispielsweise gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als 10 % auf nun knapp 38,8 Milliarden Euro gestiegen. Der Grund dafür ist natürlich hauptsächlich der deutlich gestiegene Fahrzeugabsatz.

Das Absatzwachstum ist im wesentlichen der anhaltenden Kauflust in China zu verdanken. Der chinesische Markt ist inzwischen nach Europa der größte Absatzmarkt für Daimler. Tatsächlich gehen zwei Drittel des Absatzwachstums im ersten Quartal dieses Jahres hierauf zurück, da die Zahl der verkauften Fahrzeuge hier gegenüber dem Vorjahr um sagenhafte 43 % gesteigert werden konnte. Im ersten Quartal trug der Fahrzeugabsatz in China daher bereits fast ein Drittel des Gesamtwertes bei und könnte bereits in wenigen Jahren den europäischen Markt überholen, sofern sich der Trend weiter fortsetzt.

Kurs-Gewinn-Verhältnis deutlich unter 10

Noch besser als der Umsatz hat sich der Gewinn entwickelt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte der Wert je Aktie auf 2,53 Euro verdoppelt werden. Nicht schlecht für einen Konzern dieser Größe. Jedoch muss man dabei beachten, dass es erhebliche Sondereinflüsse gab. Und das sowohl in diesem Jahr, als auch im letzten. Nur haben sich diese Einflüsse in diesem Jahr positiv ausgewirkt und im letzten Jahr negativ. Hauptsächlich handelte es sich dabei um Veränderungen der Bewertung einiger Beteiligungen des Konzerns, auf die ich hier aber nicht weiter eingehen werde.

Insgesamt konnten auf diese Weise im gerade beendeten Quartal 719 Millionen Euro auf den Gewinn draufgerechnet werden, nachdem im Vorjahresquartal 159 Millionen Euro abgezogen werden mussten.

Doch auch ohne diese einmaligen Bilanzierungseffekte wäre der Gewinn ordentlich gestiegen. Wenn also nichts Unerwartetes passiert, sollte sich der Trend der letzten Jahre weiter fortsetzen, also Umsatz und Gewinn weiter steigen.

Dennoch ist der Konzern im Verhältnis zum Gewinn wesentlich günstiger bewertet als viele andere große Konzerne. Denn im letzten Geschäftsjahr lag der Gewinn je Aktie bei 7,97 Euro. Der aktuelle Aktienkurs beträgt 68,2 Euro (27.04.2017). Damit entspricht der Kurs also gerade einmal dem 8,6-fachen des letzten Jahresgewinns.

Da für das Gesamtjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern deutlich über dem Vorjahreswert in Aussicht gestellt wird, dürfte auch das Verhältnis von Gewinn je Aktie zum Aktienkurs weiter fallen.

Offenlegung von eigenen Positionen

Ich halte keine Position (direkt oder über Derivate) in der in dem Artikel behandelten Aktie.

Offenlegung von Geschäftsbeziehungen

Ich habe diesen Artikel selbst geschrieben und meine eigene Meinung wiedergegeben. Ich erhalte keine Vergütung für diesen Artikel (außer ggf. von Spekunauten). Ich habe keine Geschäftsbeziehungen mit einem der im Artikel genannten Unternehmen.

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